Wednesday, November 27, 2013

Kleider kaufen/Buying Clothes

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DIY und die Unfähigkeit, einzukaufen

Wann weiß man, dass man für's Selbermachen geschaffen ist? Ist es der wählerische Geschmack? Oder kommt zuerst das Selbermachen und danach will einem nichts Gekauftes mehr gefallen?

Meine Geschichte in Auszügen.

Vor ca. 25 Jahren setzte ich mir in den Kopf, einen signalroten Rollkragenpullover in klassischer Weite aus reiner Schurwolle zu erwerben. Ich dachte, so etwas müsse es doch geben. Ich fuhr nach Köln und durchkämmte die gesamte Hohe Straße und Schildergasse. Am Ende ließ ich es bleiben, so ein Kleidungsstück existierte nur für Männer.

Voriges Jahr brauchte ich eine neue Tasche. Maße und Form waren (aus praktischen Gründen) nicht verhandelbar, dass sie aus Leder sein sollte auch nicht. Die Farbe stellte ich mir zwar vor, war aber flexibel. Easy, es gibt ja jetzt das Internet. Eineinhalb Jahre habe ich gesucht, und als ich dann die Tasche fand, war es mir ehrlich gesagt egal, was sie kostete.

(Pulliwetter. 2010 an der Nordsee.)

Es ist Herbst. Das Tochterkind friert, trotz Fleecelagen. Macht nichts, es gibt ja Pullover zu kaufen. Baumwolle hilft natürlich nicht, es sollte schon Wolle sein. Und schmal und ihr zumindest theoretisch gefallen. Der Baumwollwirtschaft geht es offenbar gut, der Kunststoffindustrie ebenfalls und vielleicht ja auch den Schafen, denn für Kinderpullover geben sie ihr Vlies jedenfalls nicht her.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich lerne jetzt stricken!

(Die ganze Wahrheit: meine Mutter hat genäht, meine Oma hat gestrickt. Vielleicht konnte das mit mir und Kaufklamotten gar nichts werden.)


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DIY and the (Un-) Ability to Buy Things


What comes first, that particular taste that makes it impossible to find what one wants on sales racks? Or the practise of DIY that refines one's taste to the point where RTW just won't do?


A few bits of my story:

About 25 years ago, I set out to buy a pure wool red turtleneck sweater. I combed the Cologne high street (one of Germany's biggest shopping centers), to no avail. Such a garment existed only in men's sizes.

Last year I needed a bag in specific shape and measurements – for practical reasons. I wanted leather, I was less fixated on the color. Easy-peasy since there's Internet shopping now, right? It took me one and a half years to find the bag, and I hardly cared about the price when I finally found it.

(Sweater weather. 2010 at the North Sea.)

It's fall and DD is always cold, despite wearing layers of fleece. So I set out to buy her a woollen sweater, slim cut for layering. Not hard, is it? Ha ha ha. Take cotton/poly/acrylic or leave it.

The moral of this story?

I'm learning to knit!

(Full disclosure: I had a sewing mom and a knitting granny. Maybe my taste for RTW was spoilt in the cradle.)

Friday, November 22, 2013

Weihnachtskleid Sew-Along/Christmas Dress Sew-Along

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Liebe Leser, ich habe mich ganz mutig, vielleicht etwas voreilig und bestimmt ein wenig blauäugig zum Weihnachtskleid Sew-Along angemeldet, das Katharina auf dem Me Made Mittwoch-Blog organisiert (Danke!).


Brauche ich ein Kleid? Nö. Habe ich Langeweile? Nö. Habe ich letztes Jahr festgestellt, wie gut mir die ruhige Handarbeit im Jahresendstress tut? Genau. Und deshalb probiere ich es dieses Jahr wieder.


Letztes Jahr hatte ich meiner Tochter ein Kleid genäht, das wird wohl dieses Jahr noch passen.

Deshalb habe ich mir eins für mich ganz allein ausgesucht. Und vielleicht... füllt es ja sogar eine Lücke im Schrank. Schicke Kleider? Hab ich. Festliche Kleider? Hab ich. Gemütliche Kleider... Hmmm... Da geht noch was!

Wer beim WKSA den Glamour sucht, muss jetzt vielleicht weglesen. Sorry!

(Burdastyle 9-2013-107)

Ausgeguckt habe ich mir dieses Modell von Burdastyle, das mir wegen meines lange verschütteten Sternenticks besonders gut gefällt. Es ist nie zu spät, zum Stil einer 16-jährigen zurückzukehren. Oder so.

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Sorry for always beginning in German these days!

I'm trying to be a better member of the German sewing community. German sewing bloggers were few and far between when I started blogging, so my blogging idols were all in English-speaking countries. Now there are hundreds in Germany and they are very active, organizing me-made days and sewalongs.



The current sewalong is for a Christmas dress, and I joined the same sewalong last year to make DD a festive dress.



The dress will still fit her this Christmas, so I'm enjoying a selfish sewing moment! I had to think for a bit what kind of dress makes sense to me. I'm not the type to collect festive robes only to wear them once. I have a few festive and elegant dresses but I'm decidedly lacking in the chic-but-casual department.

(Burdastyle 9-2013-107)


So a knit dress is in order! I immediately thought of this Burdastyle pattern which especially tickled my fancy because I had a full-blown star obsession when I was 14. And 15. And 16. And... It's never to late for a little sweet sixteen style, right (leave me my illusions!)?

Happy sewing!


Wednesday, November 20, 2013

MeMadeMittwoch

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Heute trage ich ein Basis-Outfit mit selbstgenähtem Basis-Shirt. An meinen Fotos sehe ich, dass ich das Shirt schon im Februar genäht habe. Wahrscheinlich habe ich es auch da schon unter Strickjacken und Schals vergraben, und auch meinen aktuellen Fotos sieht man an: es ist kalt in Deutschland!



Ich möchte eine Lanze brechen für selbstgenähte Shirts:

Nein, es ist nicht schwer. Nein, man braucht keine Overlock und keine Coverlock. Und endlich sind die Ärmel lang/kurz genug, der Hosenbund bedeckt, nichts spannt oder schlabbert. Ich habe das Shirt bestimmt wöchentlich getragen und gebe ihm noch mindestens zwei gute Jahre; dafür lohnt sich der kleine Aufwand, finde ich!

Die genauere Schnittbesprechung findet Ihr hier.

Und Ihr so? Zu den anderen SelbermacherInnen beim MeMadeMittwoch geht es hier!

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It's MeMadeWednesday, a weekly German challenge  to wear and show me-made clothes. Have a look at other German sewers' projects here.



I'm showing (actually, it's cold here so I'm hiding it underneath a cardi and scarf) a stripey tee I made in February. Successfully (imo), without serger or coverlock machine. Those may be nice (I have no idea actually), but I'd love to see everyone make knit garments, even if they just own a basic sewing machine - like me. Finally, a shirt that fits in every direction and will be worn to threads I'm sure!

My (sort of) pattern review is here.

Happy sewing!

Women's Shirt/Damenshirt Ottobre Woman 5/2012/8

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Dieses Jahr habe ich einiges für mich genäht. Da ich nicht viel nähe (vier Teile glaube ich? inclusive Regenmantel!) habe ich meinen Schwerpunkt auf Praktisches gelegt und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Erstes Projekt war der rote Cordrock vom letzten Post, den ich viel getragen habe. 


Zweites war dieses Shirt, das endlich, endlich ein zu kurzes, zu weites s/w gestreiftes Shirt mit unmöglichem Ausschnitt (das ich trotzdem ständig getragen habe) ersetzen sollte.

Der Schnitt ist aus der Ottobre (s.o.), ein Patchwork-Schnitt, den ich offensichtlich nicht zerschnitten habe. Der Ausschnitt in der Ottobre war tiefer und schmaler. Ich hatte gehofft, mit meinen Änderungen einen moderaten U-Boot-Ausschnitt zu erzielen, statt dessen ist ein ganz normaler Rundhals daraus geworden. 


Genäht habe ich mit Stretchstich auf meiner alten Durchschnittsnähmaschine. Da man bei Jerseystoffen nicht versäubern muss finde ich, das ist eine akzeptable Methode; mit anderen Stichen (außer Dreifach-Zickzack) habe ich immer Schwierigkeiten mit reißenden Nähten gehabt. 



Ja, die Säume sehen nicht aus wie gekauft, aber ich persönlich bin immun gegen diesen Wunsch. 1. Wer sagt, dass gekauft besser ist? und 2. Wer guckt mir so genau auf die Säume? 

Der Ausschnitt sieht von innen etwas ungleichmäßig aus, kann sich aber m.E. von außen sehen lassen.

Ich habe noch die üblichen Änderungen gemacht: Schulter begradigt, Taille verlängert, von kleinerer Taille zu größerer Hüfte gradiert. Vermutlich habe ich auch an den Seitennähten angepasst, das mache ich eigentlich immer.

Das Shirt wird jede Woche getragen, was will man mehr!

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I made several things for myself this year (four I think? including a raincoat!), and I tried hard to make them useful. The red skirt was the first of these garments and I wore it a lot. 



This shirt was meant to replace a much-worn item in my wardrobe that had never been quite right (but right enough to be in weekly rotation for years). I'm sorry to possibly spoil any expectations you have for my usual dowdy/classic style, but I made myself a stripey top that, judging from sewing blogs, seems to be the staple in the closets of a younger, more fashionable demographic (Zoe, Tilly... to name a few).

To keep in line with my usual style as far as possible considering this is A! Fashion! Staple! I changed the neckline from Ottobre-dowdy (narrow and a tiny little bit deep) to Uta-dowdy (a bit wider, a bit less deep), resulting not in a slight boatneck as I'd hoped but a true crewneck. Oh well. Who am I fooling!



The Ottobre pattern is for a patchwork shirt; I obviously didn't cut apart the pattern pieces (and I'm not sure why anyone would do this to themselves – I'm sure there are patchwork jersey prints out there!). 



I made my usual alterations (straight shoulder/long waist/grading two sizes from waist to hips). As per usual, I made this on my regular sewing machine. I used a stretch stitch, since I've always had problems with popping seams when using other stitches. The hems don't look RTW, which was never my goal anyway (and I sincerely wonder who will ever notice!). 

As predicted, the shirt's been worn all the time. A winner in my book!

Happy sewing!




Wednesday, August 28, 2013

Rock/Skirt Burda 7/2009/111

Hallo Ihr Lieben,

ich habe gar keine Zeit, aber

1. Ich muss endlich wieder bloggen.

2. Ich trage ein ungebloggtes Kleidungsstück.

3. UND mein Reader verrät mir, es ist Me-Made-Mittwoch (an dem ich sowieso mal teilnehmen wollte).



Diese Konstellation freundlicher Gestirne kann und will ich nicht ignorieren. Hier also mein me-made, roter Cordrock:

Soff: Feiner Stretch-Cord aus der Stofferia in Köln.
Schnittmuster: Burda 7/2009/111.
Änderungen: Knopfleiste und Taschen weggelassen, Abnäher vorne auf zwei (statt vier) reduziert, verdeckten seitlichen Reißverschluss eingenäht. Seidenfutter (müsst Ihr alle! sofort! ausprobieren! Es gibt kein besseres Gefühl!) und Aufhängeschlaufen hinzugefügt.

Das ist so ein Schleppteil geworden, so war es auch gedacht, das bei fast jedem Wetter, zu fast jeder Gelegenheit getragen werden kann. Näht schön!



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To my English speaking readers: I made a skirt. From red corduroy. And I have to go. ;-)

Happy sewing!

Sunday, August 4, 2013

60s Dress/Kleid


I've been a bad blogger, and this will be short as well since we're leaving on holiday. When I put on this dress and had my hair in an updo this morning I was reminded (give or take 25 years) of the dress Carey Mulligan wore in "An Education". Just a quick share, and I hope to post more about after our vacation. Happy summer!

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Ja, sie näht noch (und bloggt nach Ferien hoffentlich wieder mehr!). Dieses Kleid wurde gestern fertig und heute morgen angezogen, Haare hochgesteckt und... woran erinnert mich das gleich? An das Titelkleid von Carey Mulligan in "An Education", man sehe mir den Altersunterschied (und andere Details) nach. Deshalb schnell vor dem Urlaub gebloggt, auch ohne Zeit für eine ausführliche Schnittbesprechung.

Einen schönen Sommer wünsche ich Euch!

Friday, May 10, 2013

Girl's Matryoshka Skirt/Matrjoschka-Mädchenrock

Next in my „Made with love, not patterns“- line of sewing is this year's version of the Matryoshka skirt.
This skirt is becoming a classic in my household; after DD had grown out of her old one and liked the replacement but didn't love it half as much, I finally acknowledged the truth: this household needs a Matryoshka Skirt. At all times.

(original Matryoshka Skirt from 2011)

I considered adding to Wikipedia, but first things first, here's my definition of

The Matryoshka Skirt: An elastic-waisted skirt with yoke and several ruffled tiers, the upper parts being made from a solid-colored fine-wale corduroy, the bottom tier from a Matryoshka print cotton. Bonus points for dots as well as Matryoshkas.

(New version - really bad idea photographing it on top of the quilt.)

Last spring I went to a fabric market with the defined intention of buying a skirt-worthy matryoshka fabric. What do you know (I didn't): Matryoshkas are OUT! Owls are IN! I could have made fifty different Owl Skirts, but I had to dig through every last fabric bolt at every last stall until I found a single remnant of matryoshka print. I lucked out, though, not only was it on sale (take that, owls!), but it was the exact same print as the one I used for DD's first matryoshka skirt, only in a pink colorway not red. Since I already had a piece of dark teal corduroy in stash, the skirt was whipped up that same evening.



Since the weather turned to skirt-friendly temperatures (finally!) DD's hardly worn anything else. Score!

Happy sewing!


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Ich glaube, wir hatten das Thema schon: welche selbstgenähten Stücke Lieblingsteile werden und welche nicht lässt sich nicht vorhersagen. In Bezug auf Kinderkleidung wage ich allerdings die Aussage: die investierte Zeit und Mühe (Nähen, Stoff besorgen, Schnitt aussuchen) steht in umgekehrtem Verhältnis zur anschließenden Tragehäufigkeit. Ist bei uns jedenfalls so.

Der meistgetragene Rock aller Zeiten war Töchterleins Matrjoschka-Rock, den ich seinerzeit husch-husch ohne Schnitt und Ahnung zusammengenäht hatte. Nachdem sie herausgewachsen war, konnte kein Ersatzteil heranreichen und bald wurde auch mir, die ich mich ungern wiederhole, klar: Der Matrjoschka-Rock ist ein Klassiker. Jeder Haushalt braucht einen. Die Wiederholung eines Matrjoschka-Rocks ist ebensowenig überflüssig wie in anderen Haushalten ein neues Paar Jeans.

(Original von 2011)

So quälte ich mich also bei eisigen Temperaturen (ist ein Weilchen her) auf den Kölner Stoffmarkt mit dem erklärten Ziel, Matrjoschka-Stoff zu beschaffen. Ach herrje, warum hat mich bloß keiner gewarnt? Matrjoschkas sind OUT! Eulen sind IN! Ich habe alle Stände durchkramen müssen und erst ganz hinten, ganz unten (aber auch: ganz schön preisreduziert) einen einzigen Matrjoschka-Stoff gefunden. Lustigerweise den gleichen, den ich auch beim ersten Matrjoschka-Rock vernäht habe, nur in pink statt rot. Da ich ein passendes Stück dunkel-petrolfarbenen Cord hatte, konnte noch am gleich Abend das begehrte Stück – vermaßt, pi mal Daumen – fertiggestellt werden.

(Die aktuelle Version als Suchbild auf dem Quilt)


Töchterlein ist glücklich, wir haben wieder ein meistgetragenes Rockmodell im Schrank, die Welt ist im Gleichgewicht.

Näht schön!

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